Spannende Kandidatur von außen
Nach dem überraschenden und von außen ein wenig seltsam wirkenden Rücktritt des Metzinger Oberbürgermeisters Dieter Hauswirth hat sich in Metzingen eine Kandidatenriege von drei Bewerbern auf den Weg gemacht.
Dem Platzhirsch Friedemann Salzer, der sich unter dem Motto „Jetzt sind die Menschen dran“ das dritte Mal den Metzingern zur Wahl stellt, stehen mit Nico Lauxmann und Dr. Ulrich Fiedler zwei auswärtige Bewerber zur Seite.
Dabei kann man getrost davon ausgehen, dass die Kandidatur Lauxmanns direkt auf Order von Ministerpräsident Oettinger zurückgeht, der ja mehr oder weniger direkt verlautbaren ließ, dass die CDU Metzingen behalten müsse (zumindest war dies so zu lesen). Ein eigenartiges Politikverständnis der Staatskanzlei, aber gut. Über die Chancen des aus dem Brigitte-Baumeister-Kreis (die mit dem Koffer) kommenden Kandidaten mögen die Wählerinnen und Wähler entscheiden.
Spannender sind wohl eher Dr. Fiedler und Salzer. Salzer muss sich allerdings die Frage stellen lassen, ob es clever ist, sich als bürgerbewegt darzustellen, wenn man alle Entscheidungen in der Stadt seit Jahrzehnten prominent beeinflusst.
Dr. Ulrich Fiedler, Rektor Kanzler der Uni Neu-Ulm verspricht, mit pragmatischem Denken, aber bürgerbeteiligender Herangehensweise, die offensichtlichen Problematiken, die auf Metzingen zukommen, anzupacken. Das er als junger, gleichzeitig schon lange in der Verantwortung stehender Kandidat das heiße Pflaster anpacken will, trifft auf Respekt einer doch eher seltenen Koalition von Unterstützern, so die SPD und die Freien Wähler…
Es wird also spannend in und für Metzingen!
Meint Sebastian Weigle

